Ist Cholesterin gesund oder gefährlich?

Jenny Tröger, Ernährung, 6. Februar 2020

Ist Cholesterin gesund oder gefährlich?

Cholesterin hat oft einen negativen Beigeschmack. Zurecht? Wir sagen dir, welche Aufgabe es in deinem Körper hat und wann es für dich gefährlich wird.

Was ist Cholesterin?

Cholesterin, häufig auch als Cholesterol bezeichnet, ist ein Alkohol aus der Gruppe der Fette (Lipide), der als Baustein für die Zellmembranen benötigt wird.

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Du bist, was du isst! Dein Körper ist zu 100 % aus den Bestandteilen der Lebensmittel aufgebaut, die du tagtäglich zu dir nimmst. Welche Nährstoffe dein Körper benötigt, für welche Funktionen er sie braucht und woher du sie bekommst, erfährst du hier.

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Der Körper stellt daraus außerdem Gallensäuren, Vitamin D sowie Steroidhormone (wie die Sexualhormone Östrogen und Testosteron) her. Cholesterin befindet sich in nahezu allen Geweben unseres Körpers, denn es ist ein wichtiger Grundbaustein für zahlreiche Stoffwechselvorgänge. 

Ca. 60 % werden vom Körper, vor allem in der Leber, selbst hergestellt. Den restlichen Anteil müssen wir uns über die Nahrung einholen. Dabei steckt Cholesterin vor allem in tierischen Produkten wie Eier, Butter, Fisch oder Fleisch. In pflanzlichen Lebensmitteln wie Nüssen, Obst und Gemüse ist es kaum enthalten.

Arten von Cholesterin

Damit Cholesterin im Blut transportiert werden kann, verbindet sich die fettähnliche – wasserunlösliche Substanz mit wasserlöslichen Eiweißstoffen. 

Es bilden sich so Lipoproteine mit unterschiedlichen Lipid- bzw. Proteinanteilen. Je nach Dichte kann man sie in 4 verschiedene Parameter unterteilen: 

  • Gesamt-Cholesterin
  • VLDL-Cholesterin
  • LDL-Cholesterin
  • HDL-Cholesterin

Alle erfüllen dabei unterschiedliche Aufgaben im Körper. Das LDL wird aufgrund seines großen Lipid-Gehalts auch als „schlechtes“ Cholesterin bezeichnet und das HDL wegen seines geringeren Anteils als „gutes Cholesterin“.

Warum hat Cholesterin einen schlechten Ruf?

Studien zeigen, dass eine zu hohe Zufuhr von Cholesterin zu Ablagerungen in den Arterien führen kann. Wenn sich diese Ablagerung löst, kann es im ungünstigsten Fall zum Herzinfarkt kommen, sofern dies in einer Arterie der Herzkranzgefäße geschieht.

Die Wissenschaft hat hierbei allerdings etwas Zeit gebraucht, um Licht ins Dunkle zu bringen. Lange Zeit galt Cholesterin als per se negativ, doch heutzutage sieht man die gesamte Situation etwas reflektierter.

Cholesterinaufnahme und Cholesterinspiegel sind zwei verschiedene Aspekte, die getrennt voneinander zu betrachten sind. Die Aufnahme beeinflusst den Spiegel nämlich nur bedingt. Außerdem stellen Cholesterinzufuhr und Cholesterinspiegel eine Art Gegenspieler zueinander dar. Wird das Eine erhöht, so passt sich das Andere an. Steigt also die Zufuhr von Nahrungscholesterin, so passt sich die körpereigene Cholesterinsynthese an und es kommt zu einem natürlichen Ausgleich des Cholesterinspiegels.

Unser Darm kann außerdem nur begrenzt Cholesterin absorbieren und unsere Leber ist dafür zuständig, das aufgenommene Cholesterin zu synthetisieren.

Wer trotzdem auf Nummer sicher gehen will, hält sich an die Vorgaben der DGE. Diese empfiehlt eine Obergrenze der täglichen Cholesterinlaufnahme von 300 mg (DGE, 2015).

Cholesterinwerte

Die Cholesterinwerte geben Auskunft über die Menge an Cholesterin im Blut.

Ist der Cholesterinspiegel zu hoch, liegt das in den meisten Fällen an einer Ernährung, die generell ungesund ist und aus den falschen Fetten besteht.

Manche Menschen haben aber trotz hoher Cholesterinwerte gute Gefäße und deshalb nur ein geringes Risiko für einen Herzinfarkt bzw. Schlaganfall. Andere wiederum leiden trotz eines nur gering erhöhten Cholesterinspiegels schon an massiven Ablagerungen und Verkalkungen der Adern. In diesem Fall sollten die Cholesterinwerte gesenkt werden.

Aufgrund eines individuellen Blut- und Gefäßchecks beim Arzt kannst du deine Cholesterinwerte überprüfen lassen.

Tipps für die Aufnahme von Cholesterin

Wenn du gesund sein möchtest, steht eine ausgewogene Ernährung an oberster Stelle. Dazu kommt ausreichend Bewegung in extra Sporteinheiten, aber vor allem auch innerhalb des Arbeitsalltages.

Vor allem ausdauernder Sport senkt nachweislich das „schlechte“ LDL-Cholesterin, während das „gute“ HDL ansteigt.

Von dem Mythos, man darf am Tag nur ein Ei essen etc., darfst du dich also gerne verabschieden. Vor allem bei einem gesunden Menschen hat Cholesterin nach aktueller Wissenslage keinerlei negative Auswirkungen und sollte nicht alleine betrachtet werden. Denn es zählt immer die gesamte Ernährung, nicht nur ein Wert wie das Cholesterin.

Ja, wenn du viele tierische Fette konsumierst, kann dein Cholesterinspiegel ansteigen. Ob das aber Auswirkungen auf deinen Körper hat, entscheidet die Menge und Qualität der Lebensmittel, die du zuführst. Wenn du primär auf natürliche und unverarbeitete Lebensmittel setzt, kannst du deinen Körper von Grund auf gesund aufbauen.

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