Bringe mit Hormon-Yoga deine Hormone in Balance

Pauline Schauder, Yoga, 25. August 2020

Fitness-Trends

Bringe mit Hormon-Yoga deine Hormone in Balance

Hormonelle Beschwerden können für Frauen eine Belastung in allen Lebensphasen darstellen. In diesem Artikel erfährst du, wie du mit sanften Yogaübungen, ohne eine Hormonersatztherapie, Einfluss auf deinen Hormonhaushalt und somit auf dein Wohlbefinden nehmen kannst. 

Was ist Hormon-Yoga? 

Hormon-Yoga ist eine Yogatechnik, die sich positiv auf den Hormonspiegel ausübt. Durch bestimmte Übungen soll die Produktion von Hormonen angeregt und somit der Hormonspiegel angehoben werden. Unsere Stimmung und unser Wohlbefinden stehen in einem engen Zusammenhang mit unseren Hormonen. Insbesondere Frauen sind zyklusbedingt von Hormonschwankungen betroffen. Hormon-Yoga soll helfen Wechseljahrbeschwerden, PMS-Beschwerden sowie Zyklusstörungen zu lindern und die Fruchtbarkeit steigern. Neben Körperübungen, welche insbesondere die hormonproduzierenden Drüsen ansprechen, spielt die Atmung eine wichtige Rolle um Stress abzubauen, welcher sich negativ auf das Hormonsystem ausübt. Wie bei allen anderen Yogatherapien wird der Körper als Gesamtheit betrachtet. Somit wird nicht nur die Hormonproduktion angeregt, sondern auch die Muskulatur gestärkt und die Flexibilität gesteigert, sowie Stress abgebaut und das Wohlbefinden gesteigert.

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Dinah Rodrigues 

Die 1927 geborene Brasilianerin Dinah Rodrigues ist die Entwicklerin des Hormon-Yogas. Die diplomierte Philosophin und Psychologin praktiziert und unterrichtet seit über 40 Jahren Yoga. Ihre 1992 entwickelte Hormon-Yogapraxis untermauerte sie im folgenden Jahr mit einer Studie, welche sie in ihrem Buch „Hormon-Yoga“ veröffentlichte.

Hormon Yoga für den Kinderwunsch 

Ein unerfüllter Kinderwunsch kann durch ein Ungleichgewicht von Hormonen entstehen. Durch eine regelmäßige Praxis von Hormon-Yoga soll das Becken geöffnet und somit besser durchblutet und stärker mit Sauerstoff versorgt werden. Die verbesserte Versorgung der Zellen mit Sauerstoff kann eine Empfängnis fördern. Des Weiteren wird davon ausgegangen, dass ein psychisches und körperliches Gleichgewicht förderlich für die Erfüllung eines Kinderwunsches ist. Somit kann Hormon-Yoga auf physischer und psychischer Ebene helfen. 

Hormon Yoga in den Wechseljahren 

Ein Ungleichgewicht der Hormone in den Wechseljahren führt bei vielen Frauen zu einem Unwohlsein. Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, Unruhe sowie Haarausfall, trockene Haut und Gewichtszunahme sind einige der häufig vorkommenden Symptome. Eine regelmäßige Anwendung der Hormon-Yogapraxis hat bei vielen Frauen eine Linderung der Symptome erwirkt. Je früher mit der Praxis angefangen wird und je regelmäßiger und länger die Übungen ausgeführt werden, desto besser sind die Resultate. 

Hormon-Yoga Übungen

Übung # 1 Ausfallschritt 

Der Ausfallschritt öffnet die Hüfte und verstärkt die Durchblutung der Eierstöcke. 

Die Übung beginnt im herabschauenden Hund. Dafür presse aus dem Liegestütz Hände und Füße fest in den Boden. Beim Einatmen einen Fuß zwischen die Hände setzen. Das Knie sollte sich direkt über dem Fußgelenk befinden. Das andere Bein wird lang nach hinten gestreckt. Durch die Feueratmung kann die Energie zum Eierstock gelenkt werden. Komme zurück in den herabschauenden Hund und wechsle zur anderen Seite. 

Übung # 2 Taube 

Die Taube dehnt die Gesäß- und Hüftmuskulatur und versorgt die Eierstöcke mit Sauerstoff. 

Anfangsposition ist der herabschauende Hund. Bringe ein Knie zwischen die Hände und lege das angewinkelte Bein am Boden ab, sodass die Ferse sich in der Nähe des gegenüberliegenden Eierstockes befindet. Das andere Bein ist lang nach hinten ausgestreckt. Lege den Oberkörper auf dem vorderen Bein ab und strecke die Arme lang nach vorne aus. Achte darauf, dass das Becken grade bleibt. Wechsele nach mindestens sieben Atemzügen mit der Blasebalg-Atmung, über den herabschauenden Hund auf die andere Seite. 

Übung # 3 Schulterbrücke 

Die Schulterbrücke öffnet das Becken und lenkt die Energie in Richtung der Schilddrüse. 

Beginne in Rückenlage, winkle die Beine an und setze die Füße hüftbreit auf. Beim Einatmen das Becken und den Brustkorb langsam vom Boden abheben. Beim Ausatmen den Oberkörper wieder absenken. Wiederhole diesen Bewegungsablauf einige Male und halte anschließend die Schulterstellung. Beim Halten kann durch die Blasebalg-Atmung die Energie zur Schilddrüse gelenkt werden. 

Übung # 4 Schulterstand 

Der Schulterstand stimuliert die Schilddrüse.

Diese Übung bedarf erste Erfahrungen mit Yoga. Anfänger können anstelle dieser Übungen damit beginnen, die Beine an der Wand hoch zu legen. 

Der Schulterstand beginnt in der Rückenlage. Der Kopf sollte grade ausgerichtet sein und zu keiner Zeit zu viel Druck abbekommen. Drücke Beine und Hüfte senkrecht in die Höhe. Die Hände können dabei assistieren und stabilisieren anschließend den Rücken, in dem sie parallel zu Wirbelsäule aufliegen. Arme, Schultern und Kopf tragen das gesamte Körpergewicht. Atme ruhig. 

Übung # 5 Fisch

Der Fisch ist unter anderem eine Übung für die Schilddrüse.

Beginne auf dem Rücken liegend und strecke die Beine aus, die Zehen zeigen gespreizt nach oben. Die Arme liegen ausgestreckt neben dem Oberkörper, die Handflächen zeigen nach oben. Ziehe die Schultern in Richtung Ohren und anschließend die Schulterblätter zusammen. Stütze dich auf die Unterarme und Ellbogen, sodass du den Oberkörper vom Boden abheben kannst. Langsam den Kopf nach hinten absinken lassen. Das Brustbein zeigt Richtung Decke. Tief Atmen. 

Weitere Yogaübungen erhältst du in unserem Yoga Übungskatalog.

Bitte beachte, dass bei östrogenabhängigen Tumoren, Schwangerschaften, Endomitose und einer Schilddrüsenerkrankung kein Hormon-Yoga durchgeführt werden sollte.  Bei medizinischen Problemen sollte zunächst immer ein Arzt konsultiert werden. Hormon-Yoga stellt bei ernsthaften Erkrankungen keine alternative zu medizinischen Behandlungen dar. 

Neben Hormon-Yoga gibt es viele weitere Yogastile, über die du in unserem Beitrag dazu mehr erfahren kannst.

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