Intermittierendes Fasten – Was kann der Ernährungstrend?

Jenny Tröger, Ernährung, 5. Dezember 2017

Ernährungsformen

Intermittierendes Fasten – Wundermittel oder nur ein neuer Trend?

Intermittierendes Fasten (Engl.: Intermittent Fasting, oder kurz IF), hat es in den letzten Jahren in unseren Sprachschatz geschafft. Aber was steckt eigentlich dahinter?

Im Alltag essen wir oft aus Langeweile oder weil es so gut schmeckt. Dadurch nehmen wir oft auch mehr Kalorien zu uns, als wir eigentlich benötigen. Beim Intermittent Fasting hält man sich an ein vorgegebenes Zeitfenster und kann so den Hunger besser kontrollieren. In einer Phase isst man also, in der anderen fastet man. Der Magen wird sich zwar anfangs durch Knurren bemerkbar machen, wenn ihr zu euren normalen Essenzeiten keine Nahrung zuführt, aber das ist bloß eine Sache der Gewohnheit.

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Was ist der Vorteil von Intermittent Fasting?

Ein großer Vorteil steckt in der gewonnenen Energie, die der Körper nicht für den aufwändigen Prozess der Verdauung aufbringen muss. Diese können wir jetzt in anderen Bereichen nutzen, zum Beispiel im Training! Dort kann es zu einem Kraftzuwachs kommen und in Verbindung mit dem richtigen Kalorienüberschuss somit zu einem verbesserten Muskelaufbau.

Die meisten fasten zwischen 20 Uhr abends und 12 Uhr mittags und lassen sozusagen einfach das Frühstück aus.

Aber ist Frühstück nicht die wichtigste Mahlzeit des Tages?

Wahrscheinlich haben die meisten von euch schon das ein oder mal den Spruch gehört: “Ohne Frühstück gehst du nicht aus dem Haus!“ Also wurde das Brot oder das Müsli herunter gequält, obwohl man so früh morgens noch gar keinen Hunger hatte.

„Frühstücken wie ein Kaiser, Mittagessen wie ein König und Abendessen wie ein Bettler“ – Das ist ein Irrglaube, den viele noch verinnerlicht haben.

Allerdings ist diese Annahme wirklich überholt, denn nicht Uhrzeit ist entscheidend, sondern die Ernährung in ihrer Gesamtheit. Dabei muss man nicht eine einzelne Mahlzeit am Tag favorisieren. Vielmehr solltest du das gesamte Bild betrachten und insbesondere die zugeführten Kalorien im Auge behalten, um gezielt Fett zu verlieren oder Muskeln aufzubauen.

Indem du beim Intermittierenden Fasten das Zeitfenster für Nahrungsaufnahme verkleinerst, wird bei vielen Menschen unbewusst die Kalorienzufuhr reduziert und dadurch ein Gewichtsverlust erreicht.

Viele Intermittent Fasting Fans, die ihr Fasten-Zeitfenster in den Vormittag legen, berichten, dass sie mit mehr Motivation und Energie in den Tag starten und sich sogar besser konzentrieren können, weil der Körper nicht schon am Vormittag mit dem Verdauen beschäftigt ist.

Gleichzeitig freut man sich auf die bevorstehenden Mahlzeiten am Abend. 😉

Intermittent Fasting beim Muskelaufbau

Wenn du dich in einem leichten Kalorienüberschuss befindest, kannst du diesen auch durch das längere Fasten erreichen. Umso größer aber der Kalorienbedarf ist desto mehr kann das verkleinerte Zeitfenster, in dem du essen „darfst“ zum Problem werden. Essen soll schließlich auch noch ein Genuss sein und nicht im „Schlingen“ enden. Besonders eignet sich IF also, wenn du dich in einer Diätphase befindest, da du dann das Gefühl hast, bei gleicher Kalorienzufuhr mehr essen zu können.

Wir empfehlen dir aber eine maximale Fastenzeit von 16 Stunden, da auch die Proteinsynthese nicht außer Acht gelassen werden sollte. So hast du 8 Stunden Zeit zu essen und deinem Körper regelmäßig Protein zuzuführen.

Am besten tust du das auch 1-2 Stunden vor jedem Training, damit deine Muskeln ausreichend für die schwere Einheit versorgt sind.

Ist Intermittierendes Fasting also doch ein Wundermittel?

Ob man der Sache jetzt einen Titel gibt oder nicht, wir sollten wieder lernen auf unseren Körper zu hören! Esst, wenn ihr Hunger habt und gönnt ihm öfter mal eine kleine „Verdauungspause“.

Wer weiterhin nicht auf sein Lieblingsfrühstück verzichten will, muss das nicht, denn entscheidend für euer Ziel ist immer noch die gute alte Kalorienbilanz! (:

Im folgenden Video von Muskelpedia erhaltet ihr noch weitere Infos zum Intermittent Fasting:

Weitere Quellen:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3577439/

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