Pilates gegen Rückenschmerzen

Pauline Schauder, Pilates, 8. September 2020

Beweglichkeit

Pilates gegen Rückenschmerzen

Fast jeder leidet früher oder später in seinem Leben einmal an Rückenschmerzen. Schmerzen im Rücken können nicht nur eine große Belastung im Alltag darstellen, sondern führen laut Statistiken auch häufig zu Fehltagen am Arbeitsplatz. Ursachen für Rückenschmerzen sind nicht selten Fehlhaltungen und -belastungen. Langes Sitzen am Schreibtisch, in rückenunfreundlicher Haltung, sowie Mangelbewegung sind oftmals die Ursachen oder verschlimmern die Symptome. Eine medikamentöse oder operative Behandlung ist in den meisten Fällen nicht ausreichend, um Rückenschmerzen oder Verletzungen wie z.B. Bandscheibenvorfälle zu behandeln. Um die Rückenprobleme langfristig loszuwerden, kann gezieltes Training helfen. Pilates kann den Rücken stärken, stabilisieren und sorgt für eine gute Haltung. Mit Pilatesübungen für den Rücken können Schmerzen nicht nur vorgebeugt, sondern auch vermindert werden.  

Was ist Pilates?

Pilates ist eine sanfte Trainingsform, welche nicht nur bei Models beliebt ist, sondern auch im Reha-Sport zum Einsatz kommt. Insbesondere die Tiefenmuskulatur wird gezielt gestärkt, gedehnt und aktiviert und somit die Haltung verbessert. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Körpermitte. Welche Pilatesübungen sich besonders positiv auf eine gute Haltung auswirken, kannst du hier nachlesen.

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Was bewirken Pilatesübungen für den Rücken?

Sowohl um präventiv Schmerzen vorzubeugen als auch bei akuten Rückenproblemen können Pilatesübungen für den Rücken hilfreich sein. Pilates trainiert hauptsächlich die Rumpfmuskulatur. Insbesondere die Tiefenmuskulatur wird aktiviert, wodurch der Rücken stabilisiert und die Wirbelsäule aufgerichtet wird. Gleichzeitig wird der Körper beweglicher und erlernt eine rückenschonende Körperhaltung. Pilates führt somit zu einer starken Körpermitte, welche stabilisierend wirkt und vor Rückenschmerzen schützt. Auch seelische Belastungen können Schmerzen im Rücken verursachen. Die entspannende Wirkung von Pilates kann bei der Stressbewältigung helfen und Verspannungen lösen. 

Pilates bei akuten Schmerzen

Pilates kann auch bei akuten Rückenschmerzen helfen. Bei chronischen Schmerzen in der Hals- oder Lendenwirbelsäule wird Pilates bereits vereinzelt als Therapie eingesetzt. In vielen Reha-Kliniken sind Pilatesübungen Teil des festen Angebotes geworden. Eine professionelle Anleitung von ausgebildeten Trainern kann die richtige Durchführung der Übungen sicherstellen. Eine ärztliche Untersuchung bei Schmerzen ist grundsätzlich zu empfehlen. 

Pilatesübungen für den Rücken 

Bitte beachte, dass bei allen Übungen das „Powerhouse“ aktiviert sein muss. 

Übung # 1

Die Übung beginnt in der Rückenlage. Die Füße sind hüftbreit aufgestellt, die Hände liegen seitlich neben dem Oberkörper. Atme ruhig und gleichmäßig. Bei der Ausatmung das Becken heben, sodass das Gesäß und der Rücken sich in der Luft befinden. Kurz die Pose halten und beim Einatmen das Becken wieder senken. Einige Male wiederholen. 

Zur Intensivierung kann zusätzlich ein Bein angehoben und lang nach vorne ausgestreckt werden. Die Fußspitzen sind dabei nach vorne gerichtet, sodass Spannung im ganzen Körper gehalten wird. 

Übung # 2 

Starte in der Bauchlage. Die Arme sind lang über dem Kopf ausgestreckt, die Handflächen zeigen nach unten. Die Beine sind hüftbreit geöffnet, die Fußspitzen zeigen von dir weg. Beim Ausatmen Arme und Beine anheben, sodass nur die Körpermitte Kontakt zum Boden hat. Die Spannung halten. Insbesondere das Gesäß ist fest angespannt. Im Wechsel den linken Arm und das rechte Bein, sowie andersherum ein Stück weiter anheben. Konzentriere dich dabei auf die Atmung. 

Übung # 3

Die Übung beginnt im Vierfüßlerstand. Die Hände sind unter den Schultern aufgesetzt, die Knie befinden sich direkt unter der Hüfte. Beim Ausatmen die Körpermitte anspannen und die Wirbelsäule zu einem Katzenbuckel runden. Beim Einatmen die Wirbelsäule entgegengerichtet nach unten wölben. Der Kopf folgt entgegengesetzt den Bewegungen. 

Übung # 4

Beginne auch hier im Vierfüßlerstand. Die Hände sind unter den Schultern aufgesetzt, die Knie befinden sich direkt unter der Hüfte. Der Kopf stellt eine Verlängerung zur Wirbelsäule dar, sodass der Blick auf den Boden gerichtet ist. Der Rücken ist neutral ausgerichtet, das Powerhouse aktiviert, der Brustkorb geöffnet. Mit der Einatmung wird der rechte Arm nach vorne, sowie das linke Bein weit nach hinten ausgestreckt. Die Position einen Moment halten und anschließend mit der Ausatmung zurück in die Ausgangsposition kommen. Die Seiten wechseln und die Übung wiederholen. 

Übung # 5

Setze dich gerade auf die Matte und strecke die Beine lang nach vorn aus. Mit der Einatmung die Arme nach vorne ausstrecken und mit der Ausatmung langsam Wirbel für Wirbel nach vorne beugen. Der Blick ist nach unten gerichtet. Die Spannung im Powerhouse dabei nicht verlieren. Mit der nächsten Einatmung ein Stück weiter Richtung Fußspitzen kommen. Einen Moment halten und mit der Ausatmung wieder Wirbel für Wirbel aufrichten. 

Bei starken oder anhaltenden Schmerzen sollten diese unbedingt zunächst von einem Arzt untersucht werden, um weitere Schädigungen auszuschließen. Generell gilt, höre auf deinen Körper und trainiere nicht in den Schmerz hinein. Solltest du dich bei einer Übung unwohl fühlen oder Schmerzen haben, ist es besser, diese nicht auszuführen. Ein ausgebildeter Pilateslehrer kann überprüfen, ob du die Übungen richtig ausführst und somit Fehlhaltungen mit eventuellen Folgeschäden verhindern. Für eine langfristige Verbesserung sollte regelmäßig trainiert werden. Bereits 20 Minuten zwei bis drei Mal die Woche können positive Veränderungen bewirken. 

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