Vegane Ernährung – 5 entscheidende Vorteile!

Jenny Tröger, Ernährung, 10. Juni 2020

Ernährungsformen

Vegane Ernährung – 5 entscheidende Vorteile!

1. Du beschäftigst dich mehr mit deiner Ernährung

Wenn du von einer mischköstlichen Ernährung umstellst, suchst du natürlich nach Ersatz für bisher zugeführte Lebensmittel. Meist kommen also als erstes Fleischersatzprodukte, veganer Käse oder Sojamilch in die Einkaufstüte. Du wirst wahrscheinlich erstmal enttäuscht sein, weil es eben nicht wie Fleisch, Käse oder Milch schmeckt. Es schmeckt einfach anders.

Die vegane Küche bietet allerdings ein sehr großes Spektrum an unterschiedlichen Mahlzeiten. Du wirst also bald merken, dass du dich nicht nur von Tofu ernähren musst.

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Dafür wirst du dich mit dem Thema Ernährung auseinandersetzen müssen. Das klingt vielleicht aufwändig, ist aber ein toller Weg, um mal wieder mehr Abwechslung in deinen Kühlschrank zu bringen.

Wodurch bekommst du dein Eiweiß, wenn nicht durch Fleisch? Wie deckst du deinen Kalzium-Bedarf ohne Milch?

2. Es hat keine Nachteile

Oft heißt es: „Wenn man sich vegan ernährt, fehlt einem irgendetwas..“. Die meisten wissen noch nicht einmal, was dieses „Irgendetwas“ ist. Wir helfen dir auf die Sprünge.. 

Wenn man sich vollständig vegan ernährt, könnte man einen Mangel an dem Vitamin B12 haben. Dieses findet sich nämlich vor allem in Fleisch. Das Interessante daran: Nicht das Tier selbst liefert Vitamin B12, sondern dessen Futter. Die Tiere bekommen dieses wichtige Vitamin somit ebenfalls häufig als Nahrungsergänzung und somit lagert es sich im Fleisch ab – Welches Menschen durch den Konsum wiederum verwerten.
Was B12 ist und warum es sinnvoll ist, dieses zu supplementieren haben wir bereits in einem Blogpost für dich analysiert.

Auch die Fettsäure Omega 3 ist sehr wichtig für unseren Körper. Dabei ist allerdings nicht unbedingt dessen Aufnahme entscheidend, sondern eher die Balance zwischen Omega 6 und Omega 3 sowie die Gesamtaufnahme der wirksamen Nährstoffe (EPA und DHA). Mehr erfährst du hier.

Das „Sonnenvitamin“ – Vitamin D3 sollte dich außerdem zum Strahlen bringen. Dies kommt in Deutschland allerdings nicht nur bei Veganern zu kurz. Du solltest es ergänzend zu einer abwechslungsreichen Ernährung zuführen, wenn du nicht regelmäßig intensive Sonnenbäder genießt.

3. Veganer leben meist gesünder. 

Veganer essen in der Regel viel Vollkorngetreide wie Hafer, Dinkel oder Quinoa. Dieses liefert uns essentielle Nährstoffe wie Kalzium oder Vitamin C. Studien belegen, dass sich Vollkorngetreide positiv auf den Cholesterinspiegel und den Blutdruck auswirken. Außerdem liefert Vollkorngetreide verdauungsfördernde Ballaststoffe und halten lange satt.

Veganer lieben Hülsenfrüchte wie Linsen, Kidneybohnen oder Kichererbsen. Diese liefern zusätzlich zum Vollkorngetreide wertvolle Proteine. Außerdem bringen sie eine Vielzahl an sekundären Pflanzenstoffen mit sich, wie man es so nur aus dem Pflanzenreich kennt.

Eine sinnvolle vegane Ernährung besteht aus viel Obst und Gemüse wie Beeren, Spinat oder rote Paprika. Die Wichtigkeit dieser Lebensmittelgruppe sollte uns allen bewusst sein, denn sie liefern uns unsere Mikronährstoffe. Ohne Vitamine, Mineralien und Spurenelemente könnten die verschiedensten Prozesse in unserem Körper nicht richtig funktionieren. Das kann sich zum Beispiel in Trägheit, fahler Haut und früher oder später in den verschiedensten Krankheiten äußern.

Wir möchten dabei nochmal erwähnen, dass nicht das reine „Weglassen“ von Fleisch zu einem gesünderen Leben führt, sondern vielmehr das vermehrte „Hinzunehmen“ von Gemüse, Obst sowie den oben genannten wertvollen Lebensmitteln. Auch Mischköstler können sich ausgewogen und gesund ernähren genauso wie sich Veganer auch ungesund ernähren können, indem sie ausschließlich Ersatzprodukte und kein Obst und Gemüse essen würden.

4. Du sparst Geld

Häufig wird gesagt, eine gesunde bzw. vegane Ernährung wäre teuer. Wenn du dir allerdings die Lebensmittelgruppen von Punkt 3 genauer anschaust, sind diese sogar überaus günstig.

Vollkorngetreide kannst du abgepackt kaufen. Es erreicht ein hohes Volumen beim Kochen, du brauchst also nicht viel davon. Dabei hält sich eine Packung wirklich sehr lange.

Hülsenfrüchte gibt es im Glas oder auch verpackt als Nudeln. Wenn du sparen willst, kannst du sie in der Dose kaufen (weniger gesund, da oft Zusatzstoffe) oder du holst sie im getrockneten Zustand und kochst sie selber.

Beim Obst und Gemüse ändert sich nichts im Vergleich zur Mischkost. Hier solltest du regional und saisonal kaufen, am besten Bio. Durch den Verzehr regionaler und saisonaler Nahrungsmittel ergeben sich weitere Vorteile für deine Gesundheit, die du hier nachlesen kannst. Die günstigere Alternative wäre gefrorenes Gemüse.

Fleisch und Fisch sind teuer, zumindest wenn du dabei auf eine gute Qualität achtest. Verzichtest du darauf, sparst du bares Geld.

5. Du rettest den Planeten

Ja, diese Aussage ist ziemlich hoch gegriffen. Sie soll aber veranschaulichen, wie radikal sich Fleischkonsum auf unser Klima auswirkt.
70 Prozent der direkten Treibhausgasemissionen unserer Ernährung sind auf tierische Produkte zurückzuführen. Wie kommt das zustande?
Die Herstellung von Fleisch- und Milchprodukten benötigt 77 % unseres globalen Agrarlandes. Ein Drittel davon allein, um Futter für die Tiere anzubauen.

Auf den ethischen Aspekt wollen wir hier nicht detailliert eingehen. Dir sollte aber bewusst sein, dass für eine Scheibe Wurst ein Tier auf grausame Weise sterben musste. Zumindest, wenn du Billigfleisch kaufst und damit die Massentierhaltung unterstützt. 

Fazit

Mit einer veganen Ernährung tust du deiner Gesundheit etwas Gutes – vorausgesetzt du beschäftigst dich mit den verschiedenen Lebensmitteln und ernährst dich ausgewogen.

Du bringst wieder mehr Abwechslung in deine Küche und kannst dabei sogar Geld sparen. 

Außerdem machst du damit ganz nebenbei einen immensen Unterschied für unseren Planeten, auf dem wir alle leben – unserer Erde.

Achtung!

Du musst nach diesem Artikel nicht gleich deine gesamte Ernährung umstellen und komplett vegan werden. Du weißt jetzt aber, welche Vorteile eine pflanzliche Ernährung bietet und kannst einiges davon in deinen Alltag integrieren. Achte bei deinem Fleischkonsum auf eine gute Qualität und reduziere ihn Stück für Stück. Experimentiere mit Gemüse und bringe Farbe in deine Mahlzeiten. Teste verschiedene Milchalternativen oder ersetze deine Nudeln durch Hülsenfrüchte-Pasta. Eine vegane Lebensform ist keinesfalls langweilig. Probiere dich aus! (:

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2 Kommentare

Frank sagt:
12. Juni 2020

naja. es ist voll klasse so ein positiver Artikel. Aber Tatsache ist, dass es garnicht leicht ist sein gesundes Fett und gesundes Protein zusammen zu kriegen. Und dann ist es auch nicht viel billiger wie omniovre Sportlerkost. Und wenn man es Nudelbasiert macht, ist es auch von der insulinschaukel her fragwürdig. Das ist halt was für die Leute die KH super aufnehmen. Das ist die Minderheit.

Die einzige Waffe in der Argumentationskette ist die Ethik. Da kommt keiner vorbei. Entweder Mitschuld am Tierleid oder nicht. Und wenn man dafür ein paar Hürden meistern muss, ok – was soll es.

Dieser Tenor würde für meine Ohren besser klingen… Aber danke, das das Thema überhaupt anklingen konnte … und insgesamt voll gute Arbeit – soweit ich das beurteilen kann.

Antworten
Rebecca Klose sagt:
17. Juni 2020

Hallo Frank,
vielen Dank, dass du dir Zeit für ein Feedback genommen hast!

Was hältst du davon deine Proteine und Kohlenhydrate durch Hülsenfrüchte zu decken? Lebensmittel wie Linsen, Kichererbsen und Co. beinhalten beide der genannten Makronährstoffe. Du kannst sie sehr günstig getrocknet kaufen und für mehrere Tage vorkochen.

Wir freuen uns, dass du unseren Blog so aufmerksam liest und wünschen dir weiterhin viel Erfolg! 🙂
Liebe Grüße vom OTL-Team

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