Wie funktioniert Muskelaufbau?

Timo Hahner, Fitness, 11. Oktober 2017

Wie funktioniert Muskelaufbau?

Grundsätzlich wird zwischen zwei unterschiedlichen Arten von Muskelaufbau unterschieden: Es gibt die myofibrilläre Hypertrophie und die sarkoplasmatische Hypertrophie. Wie Muskelaufbau bzw. die Hypertrophie funktioniert und wie du gezielt daran arbeiten kannst, erfährst du in diesem Beitrag.

Was ist Hypertrophie – Eine Definition

Hypertrophie beschreibt in der Medizin einen Prozess, bei dem eine Größenzunahme eines Gewebes oder Organs in Form von Zellvergrößerung stattfindet.

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Was ist myofibrilläre Hypertrophie?

Myofibrillen enthalten sogenannte Sarkomere, das sind kleinste Einheiten, die für die Kontraktion des Muskels verantwortlich sind. Eine Zunahme von Myofibrillen sorgt für eine Verdickung des Muskelquerschnittes und somit mehr Kraft.

Was ist sarkoplasmatischen Hypertrophie?

Die sarkoplasmatische Hypertrophie beschreibt die Zunahme von intrazellulärer Flüssigkeit, dem Sarkoplasma. Dieses befindet sich in den Muskelzellen und würde bei Zunahme somit maßgeblich für das Volumen des Muskels sorgen.

Was steckt nun hinter der myofibrillären und der sarkoplasmatischen Hypertrophie?

Lange Zeit trennte man beide Arten der Hypertrophie klar voneinander und begründete dies durch die scheinbar offensichtlichen Unterschiede zwischen reinen Kraftsportlern und Bodybuildern. Diese Theorie besagt, dass Bodybuilder auf Grund der vermehrten sarkoplasmatischen Hypertrophie ein hohes Volumen ihrer Muskeln haben und deshalb optisch deutlich muskulöser aussehen, jedoch nichts mit ihren Muskeln leisten können.

Die Wahrheit sieht ganz anders aus und liegt wie meistens irgendwo dazwischen. Denn es konnte durch Studien gezeigt werden, dass der Prozess des Muskelaufbaus immer derselbe bleibt. Das Verhältnis von myofibrillärer zu sarkoplasmatischer Hypertrophie hatte im Vergleich von niedrigen zu hohen Wiederholungszahlen keine Möglichkeit zur gezielten Beeinflussung.

Wie kannst du deinen Muskelaufbau steuern?

Hypertrophie bleibt Hypertrophie und kann nicht durch die Trainingsform völlig verändert werden. Gleichzeitig können auch Hypertrophie und Kraft nicht voneinander getrennt werden. Wer stärker wird, bekommt größere Muskeln. Wer Muskeln aufbaut, wird auch stärker.

Natürlich kann man nun gezielt in eine der beiden Richtungen trainieren, dies ist jedoch nicht auf die Art der Hypertrophie zurückzuführen, sondern auf die spezifischen Anpassungen des Körpers auf die verschiedenen Trainingsparameter wie Volumen oder Intensität. Plant man diese zielgerichtet, so wird sich auch der Trainingserfolg auf das Ziel richten.

Quellen:

Frank Taeger: Stärker, Breiter, Schneller – taegerfitness.de

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22518835

http://baye.com/myth-of-sarcoplasmic-versus-myofibrillar-hypertrophy/

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